Erste Group steigert Gewinn im Q1 2010 um 10% auf EUR 255 Mio dank höherer Betriebserträge und niedrigerer Kosten

30.04.2010 | 09:16 Uhr | Erste Group Bank AG

Erste Group

30.04.2010, Die Erste Group ist erfolgreich in das Geschäftsjahr 2010 gestartet. Im ersten Quartal 2010 erwirtschaftete sie ein starkes Betriebsergebnis von EUR 983,2 Mio (17,3% über Q1 2009) sowie einen Nettogewinn von EUR 255,2 Mio (10,0% über Q1 2009). Die Kosten-Ertrags- Relation verbesserte sich mit 49,2% deutlich (Q1 2009: 53,8%).

„Die Erste Group ist erfolgreich in das Jahr 2010 gestartet. Unterstützt wurden wir dabei durch die allmähliche Verbesserung der wirtschaftlichen Fundamentaldaten in Zentral- und Osteuropa“, erklärte Andreas Treichl, Vorstandsvorsitzender der Erste Group Bank AG, anlässlich der Präsentation der Ergebnisse für das erste Quartal 2010. „Dieser Trend wurde durch die Aufwertung regionaler Währungen und durch niedrigere Zinsen in Rumänien und in Ungarn gestützt. Diese positiven Entwicklungen haben sich zwar noch nicht in einer deutlichen Wiederbelebung des Kreditwachstums niedergeschlagen, aber zur anhaltenden Stabilisierung der Kreditqualität beigetragen und somit zum ersten Mal in den vergangenen vier Quartalen zu einem Rückgang der Risikokosten geführt", so Treichl weiter. „Die Erste Group ist in Zentral- und Osteuropa ein wichtiger Partner der Realwirtschaft und wird daher von einem sich beschleunigenden Wirtschaftsaufschwung sehr stark profitieren", erklärte Treichl abschließend.

Zusammenfassung der Erfolgsentwicklung
Im Vergleich zum Vorjahr hat sich das Betriebsergebnis im ersten Quartal 2010 auf EUR 983,2 Mio (+17,3% gegenüber EUR 838,5 Mio in Q1 2009) verbessert. Zu dieser positiven Entwicklung trugen sowohl höhere Betriebserträge als auch ein sinkender Verwaltungsaufwand bei.

Insgesamt stiegen die Betriebserträge um 6,7% auf einen neuen Rekordwert von EUR 1.936,3 Mio (nach EUR 1.814,4 Mio). Dies resultierte in erster Linie aus dem Anstieg des Zinsergebnisses (+8,0% auf EUR 1.323,6 Mio) sowie des Provisionsüberschusses (+6,1% auf EUR 471,5 Mio). Beim Handelsergebnis gab es einen leichten Rückgang um 1,8% auf 141,2 Mio. Die Reduktion der Verwaltungsaufwendungen von EUR 975,9 Mio um 2,3% auf EUR 953,1 Mio hat dieses Ergebnis ebenfalls wesentlich beeinflusst. Dementsprechend verbesserte sich die Kosten-Ertrags-Relation auf 49,2% (erstes Quartal 2009: 53,8%).

Der den Periodenüberschuss nach Steuern und Minderheiten erhöhte sich im ersten Quartal 2010 trotz im Jahresvergleich gestiegener Risikokosten um 10,0% auf EUR 255,2 Mio.

Die

Cash-Eigenkapitalverzinsung
, d.h. die Eigenkapitalverzinsung bereinigt um nicht auszahlungswirksame Positionen, wie Firmenwertabschreibung oder lineare Abschreibung für den Kundenstock, sank von 9,7% (ausgewiesener Wert: 9,1%) im Jahr 2009 auf nunmehr 8,1% (ausgewiesener Wert: 7,8%). Dies war vor allem auf die Ausweitung der Eigenkapitalbasis um knapp 50% (Eigenkapital im ersten Quartal 09: EUR 8,9 Mrd, im ersten Quartal 2010: EUR 13,3 Mrd) im vergangenen Jahr zurückzuführen.

Der

Cash-Gewinn je Aktie
lag im ersten Quartal 2010 mit EUR 0,62 (ausgewiesener Wert: EUR 0,59) unter jenem des ersten Quartals 2009 (EUR 0,71; ausgewiesener Wert: 0,68). Auch hier wirkte sich die höhere Kapitalbasis aus.

Die

Bilanzsumme
ist seit dem Jahresende 2009 um 3,1% auf EUR 208,0 Mrd angestiegen. Passivseitig war dies hauptsächlich eine Folge des starken Anstiegs bei den Kundeneinlagen, der aktivseitig zu einem Anstieg bei Zwischenbankgeschäften und Wertpapierveranlagungen führte.

Bei nahezu unveränderten risikogewichteten Aktiva verbesserte sich die Eigenmittelquote von 12,7% zum Jahresende 2009 auf 12,8% per 31. März 2010. Sie lag damit weiterhin komfortabel über dem gesetzlichen Mindesterfordernis von 8,0%. Die Tier 1-Quote, bezogen auf das Kreditrisiko, betrug zum 31. März 2010 11,0% (nach 10,8% Ende 2009).

Ausblick
Die Märkte der Erste Group in Zentral- und Osteuropa haben die Rezession entweder bereits hinter sich gelassen oder überwinden sie gerade und erwarten für 2010 leichtes Wachstum. Da die wirtschaftliche Erholung zunächst eher durch Exporte als durch Inlandsnachfrage genährt wird, wird es im Bankensektor erst allmählich zu einem Volumenwachstum kommen. Dennoch sollte die Verbesserung des wirtschaftlichen Umfelds – wenn auch nur allmählich – positive Auswirkungen auf die Kreditqualität haben. Als Folge dessen erwartet die Erste Group, dass die Risikokosten frühestens in der zweiten Jahreshälfte 2010 signifikant zurückgehen werden.

Die Erste Group hat sich in wirtschaftlich schwierigen Zeiten außerordentlich gut geschlagen. Sie ist weiterhin ideal positioniert um zukünftig in Zentral- und Osteuropa – einer von geordneten Staatsfinanzen, flexiblen Arbeitsmärkten und niedrigen Steuern gekennzeichneten Region – die sich ergebenden Wachstumschancen zu nutzen.

30.04.2010 | 09:16 Uhr | von Erste Group Bank AG

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Über Erste Group Bank AG

Mit einem geographischen Fokus auf die Region Zentral- und Osteuropa ist die Erste Group bestens positioniert, um vom Wachstumspotential der am schnellsten wachsenden Region Europas zu profitieren. Die Märkte, in denen die Erste Bank Group aktiv ist, sind durch eine BIP/Einwohner-Relation zwischen EUR 5.000 und EUR 15.000 und eine an den Bankaktiva gemessene Marktdurchdringung von unter 50% charakterisiert. Das Wachstum wird von einfachen Bankprodukten wie Sparanlagen, Zahlungsverkehr, Girokonten und Bankkarten getrieben. Das Erreichen eines gewissen Wohlstandsniveaus ermöglicht die Einführung anspruchsvollerer Bankprodukte wie Hypothekardarlehen, Kreditkarten, Verbraucherkredite oder Vermögensverwaltung.

Das Retailbanking bietet der Erste Group nicht nur einen sicheren Zugang zu Finanzierungsquellen, sondern macht sie angesichts eines dichten Vertriebsnetzwerkes von beinahe 3.000 Filialen, über die mehr als 17,5 Millionen Kunden erreicht werden, zu einem attraktiven Partner für den Vertrieb von Finanzprodukten. Dazu kommt, dass die Kunden in Zentral- und Osteuropa zunehmend wohlhabender werden und daher mehr Finanzprodukte und dienstleistungen in Anspruch nehmen.

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