In diesem Zusammenhang bekräftigte Treichl, dass es zu keinem Rückzug aus einem der CEE-Märkte der Erste Group kommen werde: „Auch wenn es in manchen Ländern zu unorthodoxen wirtschaftspolitischen Massnahmen gekommen ist und manche Länder für wachstumsfördernde Massnahmen mehr Zeit benötigen, werden wir dieser Region treu bleiben. Mit ihren knapp 17 Millionen Retail- und Geschäftskunden ist die Erste Group in jenen Ländern vertreten, die aus unserer Sicht die besten Wachstumschancen bieten werden und entweder Mitglieder der Europäischen Union sind, oder Chancen haben, dies zu werden“, so Treichl weiter. Natürlich werde man die Kostenstruktur an die realwirtschaftlichen Gegebenheiten anpassen. Dies trifft vor allem auf Ungarn zu, wo es zu einer Restrukturierung und Redimensionierung kommen wird (Integration von Tochtergesellschaften in die Bank, Redimensionierung des Filialnetzes um 43 Filialen und eine Senkung des Mitarbeiterstandes um 400-450). „Wir bleiben aber auch in Ungarn weiterhin ein Partner der Wirtschaft und sehen es als eine unserer Kernaufgaben an, der Wirtschaft Kredite zur Verfügung zu stellen“, ergänzte Treichl.
Angesichts der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen wird die Erste Group besondere Anstrengungen auf der Kostenseite vornehmen und sicherstellen, dass die Kosten im Jahr 2012 unter dem Niveau des Jahres 2011 liegen werden. Ebenso erwartet das Management der Bank für 2012 einen Rückgang der Risikovorsorgen auf Gruppenebene (ohne Berücksichtigung der Einmaleffekte in Ungarn im dritten Quartal 2011).
Die Erste Group bekräftigte beim heute in Wien stattfindenden Kapitalmarkttag ebenso, dass sie den im Rahmen des EBA-Stresstests berechneten Kapitalbedarf (basierend auf den Bilanzzahlen zum dritten Quartal) in Höhe von EUR 743 Mio bis Mitte 2012 ohne staatliche Unterstützungsmittel erreichen will. Die auf die 9% Kernkapital gemäss EBA fehlenden Mittel werden sich einerseits aus erwirtschafteten Erträgen und andererseits aus dem selektiven Abbau von Geschäften, die nicht dem Kerngeschäft zuzuordnen sind, zusammensetzen.
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Erste Group bekräftigt am Kapitalmarkttag ihr Engagement in Zentral- und Osteuropa
09.12.2011 | 14:17 Uhr | Erste Group Bank AG
09.12.2011, Am heutigen Kapitalmarkttag bekräftigte die Erste Group Bank AG, als einer der führenden Finanzdienstleister in Österreich und der Region Zentral- und Osteuropa, ihr Engagement in dieser Region. „Wir sind ein wesentlicher Teil der wirtschaftlichen und sozialen Entwicklung dieser Länder. Wir sehen es daher als unsere Verantwortung an, gerade in wirtschaftlich schwierigen Zeiten den Menschen, Unternehmen und Staaten verstärkt unser Kapital, unsere Liquidität und Dienstleistungen zur Verfügung zu stellen. Wir werden die dafür notwendigen Mittel aus unserem Internationalen Geschäft und anderen, nicht als Kerngeschäft definierten, Geschäftsfeldern umschichten“, erklärte Andreas Treichl, Generaldirektor der Erste Group Bank AG beim 8. Kapitalmarkttag der Gruppe.
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Über Erste Group Bank AG
Mit einem geographischen Fokus auf die Region Zentral- und Osteuropa ist die Erste Group bestens positioniert, um vom Wachstumspotential der am schnellsten wachsenden Region Europas zu profitieren. Die Märkte, in denen die Erste Bank Group aktiv ist, sind durch eine BIP/Einwohner-Relation zwischen EUR 5.000 und EUR 15.000 und eine an den Bankaktiva gemessene Marktdurchdringung von unter 50% charakterisiert. Das Wachstum wird von einfachen Bankprodukten wie Sparanlagen, Zahlungsverkehr, Girokonten und Bankkarten getrieben. Das Erreichen eines gewissen Wohlstandsniveaus ermöglicht die Einführung anspruchsvollerer Bankprodukte wie Hypothekardarlehen, Kreditkarten, Verbraucherkredite oder Vermögensverwaltung.
Das Retailbanking bietet der Erste Group nicht nur einen sicheren Zugang zu Finanzierungsquellen, sondern macht sie angesichts eines dichten Vertriebsnetzwerkes von beinahe 3.000 Filialen, über die mehr als 17,5 Millionen Kunden erreicht werden, zu einem attraktiven Partner für den Vertrieb von Finanzprodukten. Dazu kommt, dass die Kunden in Zentral- und Osteuropa zunehmend wohlhabender werden und daher mehr Finanzprodukte und dienstleistungen in Anspruch nehmen.
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